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Große europäische und US-amerikanische Unternehmen planen, in dennächsten drei Jahren 3,4 Billionen US-Dollar in dieReindustrialisierung zu investieren (FOTO)Berlin -- Deutsche Unternehmen haben in den letzten drei Jahren insgesamt 581 Milliarden US-Dollar in Reindustrialisierungsinitiativen investiert und planen in den kommenden drei Jahren insgesamt 673 Milliarden US-Dollar ein.- Die Hälfte der befragten Führungskräfte ist der Meinung, dass die Politik und die Vorschriften der Regierungen Reindustrialisierungsbemühungen unterstützen- Unternehmen erwarten eine durchschnittliche Reduzierung ihrer CO2-Emissionen von fast 14 % durch die ReindustrialisierungDie Neugestaltung globaler Lieferketten und Fertigungskapazitäten mit dem Ziel,sie näher an die heimischen Märkte heranzuführen, hat in Europa und den USA anDynamik gewonnen.

18.04.2024 - 09:52:22

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Große europäische und US-amerikanische Unternehmen planen, in dennächsten drei Jahren 3,4 Billionen US-Dollar in dieReindustrialisierung zu investieren (FOTO)Berlin (ots) -

- Deutsche Unternehmen haben in den letzten drei Jahren insgesamt 581 Milliarden US-Dollar in Reindustrialisierungsinitiativen investiert und planen in den kommenden drei Jahren insgesamt 673 Milliarden US-Dollar ein.- Die Hälfte der befragten Führungskräfte ist der Meinung, dass die Politik und die Vorschriften der Regierungen Reindustrialisierungsbemühungen unterstützen- Unternehmen erwarten eine durchschnittliche Reduzierung ihrer CO2-Emissionen von fast 14 % durch die Reindustrialisierung

Die Neugestaltung globaler Lieferketten und Fertigungskapazitäten mit dem Ziel,sie näher an die heimischen Märkte heranzuführen, hat in Europa und den USA anDynamik gewonnen. Laut einer aktuellen Studie des Capgemini Research Institute," The resurgence of manufacturing: reindustrialization strategies in Europe andthe US (https://bit.ly/4amkxXu) " haben 47 Prozent der großen europäischen undUS-amerikanischen Unternehmen bereits in die Verlagerung ihrer Produktioninvestiert und 72 Prozent entwickeln derzeit eine Strategie für dieReindustrialisierung oder haben bereits eine umgesetzt. Die Mehrheit derUnternehmen hat diese Strategien in den letzten zwei Jahren umgesetzt. ImVergleich zwischen den Ländern liegen hier deutsche Unternehmen vorn - bereits53 Prozent haben bereits in ihre Produktionsverlagerung investiert. Laut derStudie ergeben sich für die Unternehmen durch die Reindustrialisierung nebenwirtschaftlichen und operativen Vorteilen auch die Möglichkeit, Klimazielebesser zu erreichen. So erwartet die Mehrheit der befragten Unternehmen einedurchschnittliche Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks um 13,6 Prozent in denkommenden drei Jahren.

Investitionen in die Rückverlagerung der Produktion in den Heimatmarkt(Reshoring), in ein nahe gelegenes Land (Nearshoring), in die inländischeProduktion sowie in den Bau oder die Modernisierung von Produktionsanlagennehmen in Europa und den USA zu. Ziel ist es, sich widerstandsfähiger gegenStörungen aufzustellen. Der Großteil dieser Mittel fließt in Initiativen für denMarkt, in dem die Unternehmen heimisch sind.

Es wird vermutet, dass Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Rohstoffknappheitund fehlende Anreize vermehrt dazu führen werden, kurzfristige Investitionenauch außerhalb des heimischen Marktes zu tätigen. Diese erfolgen dann vor allemin Form von Nearshoring und durch die Verlagerung von Kapazitäten in politischund wirtschaftliche verbündete Länder (Friendshoring).

Christian Michalak, Supply Chain Experte von Capgemini Invent: " Der Erfolg vonReindustrialisierungsinitiativen ist maßgeblich dadurch bestimmt, wie gut dieMarktteilnehmer das Spannungsfeld zwischen operativen Prozessen,Nachhaltigkeitsanforderungen und Gesellschaft beherrschen. Darüber hinaus sinddie von der Politik definierten Rahmenbedingungen ein ausschlaggebender Faktor.Unternehmen benötigen jetzt eine Strategie und einen Umsetzungsfahrplan wie siedie Vorteile der Reindustrialisierung nutzen können, um die eigene Marktpositionzu stärken."

Die Schlüsselfaktoren der Reindustrialisierung:

- Widerstandsfähigkeit der Lieferkette: Der wichtigste Faktor für die Reindustrialisierung ist für 70 Prozent der befragten Unternehmen eine Widerstandsfähige Lieferkette. In Deutschland geben sogar 74 Prozent der Unternehmen an, dass dies der ausschlaggebende Faktor für Reindustrialisierungsinitiativen ist.- Nachhaltigkeit: Die Mehrheit (55 Prozent) der Unternehmen ist optimistisch, dass die Reindustrialisierung ihren Unternehmen helfen wird, ihre Klimaziele zu erreichen, insbesondere bei der Reduzierung ihrer Scope-3-Treibhausgasemissionen (GHG). In Deutschland sind dies 54 Prozent.- Geopolitische Spannungen: Die Mehrheit (63 Prozent) der Unternehmen sieht die heimische Fertigung als strategisch wichtig für die Gewährleistung der nationalen Sicherheit an. In Deutschland sind es 66 Prozent der Unternehmen. Ungefähr 62 Prozent aller befragten Unternehmen geht davon aus, dass ihre Bedeutung in strategischen Sektoren wie Elektrofahrzeugen, Medikamenten und Impfstoffen sowie Halbleitern in Zukunft zunehmen wird.- Gesetzgebung und Anreize: Während die Unternehmen anerkennen, dass Anreize Investitionen in die heimische Produktion beschleunigen, insbesondere in Bereichen von nationaler strategischer Bedeutung wie Halbleiter, Batterien und erneuerbare Energien, erklärt weniger als die Hälfte (49 Prozent), dass die Regierungspolitik und -vorschriften ihre Reindustrialisierungsbemühungen unterstützen.

Reindustrialisierung fördert Nachhaltigkeit und Innovationen

62 Prozent aller befragten Unternehmen investieren in Technologien, die zurVerbesserung der Nachhaltigkeit im Rahmen ihrer Reindustrialisierungsinitiativenbeitragen. Gigafabriken werden als Schlüsselelement auf dem Weg zu einernachhaltigen Reindustrialisierung gesehen. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) derbefragten Führungskräfte aus der Automobil-, Batterie- und Energiebranche gabenan, dass ihr Unternehmen derzeit eine Gigafabrik baut oder dies innerhalb dernächsten fünf Jahre plant.

Eine Mehrheit (68 Prozent) zeigte sich zuversichtlich, dass dieReindustrialisierung in den kommenden drei Jahren Innovationen undtechnologischen Fortschritt vorantreiben wird, insbesondere durch 5G/Edge,generative KI und digitale Zwillinge.

Die Reindustrialisierung erfordert hochqualifizierte Arbeitskräfte imverarbeitenden Gewerbe

Die Hälfte der Umfrageteilnehmer geht davon aus, dass die Reindustrialisierungdas Beschäftigungswachstum in verschiedenen Sektoren im Inland vorantreibenwird. Um diese Nachfrage zu befriedigen, sind jedoch qualifizierte Arbeitskräftein der Fertigung erforderlich, wie 72 Prozent der Unternehmen (75 Prozent derdeutschen Unternehmen) zugeben. Der Anteil der Arbeitskräfte im verarbeitendenGewerbe mit fortgeschrittenen digitalen Fähigkeiten, einschließlich Kenntnissenin Bereichen wie Lieferkettenmanagement, Datenanalyse und künstlicherIntelligenz/maschinelles Lernen, wird voraussichtlich von heute 31 Prozent auf53 Prozent in den nächsten drei Jahren steigen (in Deutschland von 30 Prozentauf 55 Prozent).

Download des Reports hier: Link (https://bit.ly/4amkxXu)

Methodik

Das Capgemini Research Institute befragte 1.300 Führungskräfte in Unternehmenmit einem Jahresumsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar in den USA,Großbritannien und Europa, darunter Frankreich, Deutschland, Italien, dieNiederlande, die nordischen Länder und Spanien. Die Unternehmen waren in 13wichtigen Industrie- und Fertigungsbranchen tätig. Die befragten Führungskräftesind auf Direktorenebene tätig und arbeiten in verschiedenen Geschäfts-,Technologie- und Fertigungsfunktionen. Die weltweite Umfrage fand im Februar2024 statt.

Über Capgemini

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Über das Capgemini Research Institute

Das Capgemini Research Institute ist Capgeminis hauseigener Think-Tank indigitalen Angelegenheiten. Das Institut veröffentlicht Forschungsarbeiten überden Einfluss digitaler Technologien auf große Unternehmen. Das Team greift dabeiauf das weltweite Netzwerk von Capgemini-Experten zurück und arbeitet eng mitakademischen und technologischen Partnern zusammen. Das Institut hatForschungszentren in Indien, Singapur, Großbritannien, und den USA.

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