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Carola Ferstl

Ist ihr Geld wirklich sicher?

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Mit mehr als einer Sorgenfalte im Gesicht hat Angela Merkel jetzt die Notbremse gezogen. Damit es nicht zum gefürchteten Bankrun kommt und alle Menschen ihr Konten leerräumen.

 
Ein besonderer Ort der Trauer

Ein besonderer Ort der Trauer

Auf Borkum entsteht ein Denkmal für auf See Bestattete. Auf der ostfriesisischen Insel Borkum entsteht derzeit ein besonderer Ort der Trauer. In einem Pinienwäldchen nahe dem... mehr

Borkum (ddp-nrd). Ähnliche Gedenkstätten gibt es bereits auf anderen Inseln. Das Besondere auf Borkum sind Plaketten mit den Namen der Verstorbenen. Finanziert wird das 25 000 Euro teure Bauwerk von den Inselkirchen und der Borkum-Stiftung.

Laut der Deutschen See-Bestattungs-Genossenschaft (DSBG) finden pro Jahr 5000 Menschen ihre letzte Ruhe in den Fluten der deutschen Ost- und Nordsee. «Die Zahlen stagnieren seit rund zehn Jahren», sagt Rolf Matthiesen von der DSBG. Eine Seebestattung ist anonym. Eine Urne mit den sterblichen Überresten des Verstorbenen wird an einem exakt festgelegten Punkt der See übergeben, sinkt auf den Meeresgrund und löst sich dort auf. Die Angehörigen nehmen in einer Trauerfeier an Land oder an Bord Abschied von den Toten.

Doch gerade die Anonymität dieser Art der Beisetzung kann problematisch sein. «Viele Angehörige haben den Wunsch geäußert, einen Ort zu haben, an dem sie trauern und gedenken können», sagt Torsten Juilfs von der Borkum-Stiftung. Auf der Insel wird auf diesen Wunsch nun eingegangen. An dem neuen Denkmal sollen Familie und Freunde um ihre Toten trauern können, die in der Emsmündung bestattet wurden.

Das Denkmal besteht aus vier nebeneinanderstehenden, in der Größe abfallenden Granitsteinen. An der Oberkante sind die Steine in Wellenform geschnitten. Darunter steht die Inschrift «Zur Erinnerung an die auf See vor Borkum Bestatteten». Auf dem größten Stein wird eine Bronzetafel mit einer stilisierten Seekarte von Borkum und der Emsmündung angebracht. Auf den vier Steinen ist Platz für kleine Bronzeplaketten mit Namen, Geburts- und Todestag der Seebestatteten.

«Es können bis zu 150 Namen angebracht werden», sagt Juilfs. Auch für Verstorbene, die bereits vor Jahren auf See bestattet wurden, können Angehörige noch eine Plakette erwerben. Die Kosten betragen 150 Euro. «Damit wird auch die Pflege des Denkmals bezahlt», sagt Juilfs.

Nach der Einweihung am Totensonntag sollen zunächst sechs Namen an den Säulen angebracht werden - darunter auch der von Fritz Wilhelm Thinius. Der inzwischen verstorbene Borkumer hatte im Jahr 2003 die Idee zu dem Denkmal. Damals fehlte den Inselkirchen jedoch das Geld für die Umsetzung. Mit Hilfe der Borkum-Stiftung sowie eines ebenfalls auf See bestatteten Einzelspenders wurde das Denkmal jetzt in dem Pinienwäldchen Realität.

Bei den Einheimischen stießen die Pläne nicht nur auf Wohlwollen. Mancher sah den Wunsch der Verstorbenen nach einer anonymen Bestattung nicht respektiert. «Insgesamt wird das Denkmal aber positiv gesehen. Es geht hier um die Angehörigen und ihre Trauer», sagt Juilfs.

Andernorts wurden andere Möglichkeiten gefunden, Familien und Freunden die Trauerarbeit zu erleichtern. «Wir bieten ein Mal im Jahr Gedenkfahrten zu den Beisetzungsorten an», sagt DSBG-Vertreter Matthiesen. Daran nahmen in diesem Jahr 1500 Angehörige teil.

(ddp)