Der putzige Bär lockt mit kleinen Preisen

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Der putzige Bär lockt mit kleinen Preisen

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12.08.08

Gebrauchtwagenreport: Fiat Panda

München (ddp.djn). Kleine Autos mit günstigen Unterhaltungskosten gehören angesichts exorbitanter Benzinkosten zu den Favoriten am deutschen Automarkt. Viele Modelle sind allerdings nicht nur billig im Unterhalt, sie sehen meist auch so aus. Für den Fiat Panda gilt das nicht. Er ist schick statt schlicht und spätestens seit dem Baujahr 2003 sogar zuverlässig, wie der TÜV Report 2008 unterstreicht.

Eine Fangemeinde hatte der Fiat Panda schon immer, in früheren Jahren war dies allerdings gleichermaßen eine Leidensgemeinde. Der Panda rostete schneller, als er den Berg hoch zog. Das hat allerdings den Vorteil für den Verbraucher, dass ihm ein Bärchen aus dieser Ära nicht mehr aufgebunden werden kann, weil diese dank Rostfraß so selten sind wie freilaufende Pandabären in Niederbayern.

Aber nicht nur das Korrosionsproblem haben die Autobauer aus Italien nachhaltig in den Griff bekommen, auch insgesamt ist der knuffige Kleinwagen qualitativ gut in Form: «Der Panda gehört zu den zuverlässigen Kleinwagen auf dem Markt», urteilt TÜV SÜD-Experte Hans Werner Wormer. Ganz glücklich macht ihn der Panda dennoch nicht: «Das Klappern der Vorderachse, die Probleme mit der Auspuffanlage und die überdurchschnittlich oft auftretenden Mängel an der Bremse trüben das Bild.»

Zugelegt hat der Panda aber nicht nur bei der Qualität, sondern ebenso beim Nutzwert. Wer drin sitzt, mag nicht glauben, dass das Bärchen nur putzige 3,54 Meter Länge misst, was an der luftigen Höhe über Scheitel liegt. Natürlich ist der Panda damit kein vollwertiger Viersitzer, aber beispielsweise lassen sich auf der Rückbank problemlos zwei Kindersitze unterbringen, was dem Frauenliebling unter den Kleinwagen deutliche Pluspunkte einbringt. An der Variabilität im Innenraum zeigt sich zudem die langjährige Erfahrung von Fiat in der Konzeption günstiger Kleinwagen. Selbst im ungünstigsten Fall misst das Kofferraumvolumen noch 208 Liter.

Dass Fiat den Panda in der Kampfpreisklasse an den Start schickt, macht sich am deutlichsten in der Sparte Fahrspaß bemerkbar. Die Motorisierung ist überschaubar und bei den Basis-Benzinern so schlapp wie ein Panda ohne Mittagsschlaf. Ordentlich Dampf bietet das 100-HP-Modell, bei den Benzinern fehlt aber die vernünftige Mitte aus Leistung und Verbrauch. Die gibt es dafür beim Diesel mit dem quirligen 1,3-Liter-Common-Rail-Motor. Seit 2006 wird dieser ebenfalls mit Partikelfilter angeboten. Weil der Fiat Panda schon fast zu den Lifestylern zählt, erfreut sich der auch optisch aufgehübschte Allradler großer Beliebtheit - auf den fährt sogar die Schweizer Post ab.

Freude kommt bei den Panda-Interessenten bei Blick auf die Preise auf. Weil der Ruf von Fiat im Allgemeinen immer noch bei weitem schlechter ist als die Qualität des Panda im Speziellen, sind die Gebrauchtwagenpreise trotz gestiegener Nachfrage nach Kleinwagen immer noch im Keller. Daher lohnt für Kaufwillige der Blick ins Internet auf das Angebot an Tageszulassungen. Es ist derzeit kein Problem, dort einen gut ausgestatteten Panda weit unter 10 000 Euro zu bekommen.

(ddp)



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