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Carola Ferstl ist Moderatorin bei n-tv, Buchautorin und Referentin. Ihr Wissen und ihre Erfahrung möchte Carola Ferstl mit den Lesern in diesem Blog teilen. Ihre Bücher haben schon vielen Menschen den Weg zu einem entspannten Umgang mit den Themen Geld und Finanzen verholfen
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Telekom plant angeblich Frauenquote

Telekom plant angeblich Frauenquote

Die Deutsche Telekom plant offenbar, als erster DAX-Konzern eine Frauenquote einzuführen. Wie das Nachrichtenmagazin «Focus» berichtet, wird das Bonner Unternehmen am Montag bekannt... mehr

Dies soll nicht nur für Führungsposten, sondern auch für alle Neueinstellungen gelten, um langfristig mehr Frauen in leitende Positionen zu bringen.

Dem Bericht zufolge hatte Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger derartige Pläne bereits Mitte 2009 mit den Worten angedeutet: «Alle Firmen krebsen mit einer Frauenquote von deutlich unter 20 Prozent bei Führungskräften herum. Das muss anders werden. Wenn alle Stricke reißen, werde ich mit meinen Kollegen über Quoten diskutieren.»

Derweil hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) angekündigt, dass sie sich für die Steigerung des Frauenanteils in den Führungsetagen deutscher Unternehmen einsetzen wolle. Der «Financial Times Deutschland» (Montagsausgabe) sagte sie: «Ich möchte zu allererst Transparenz und Berichtspflichten deutlich verbessern. Unternehmen müssen genau aufschlüsseln, welchen Frauenanteil es auf welchen Ebenen gibt und wie der sich entwickelt. Und an diesen Ergebnissen werden sich die Unternehmen dann auch messen lassen müssen.» Eine Quote sei für sie aber nur das letzte Mittel, da sie nichts an den Ursachen ändere. «Ich bin skeptisch, lehne sie aber nicht völlig ab», sagte die Ministerin.

Sie wolle bessere Chancen für Frauen in Kooperation mit der Wirtschaft erreichen, sagte Schröder. «Ich werde in den nächsten Monaten viele Gespräche mit der Wirtschaft führen, da werde ich sehen, wie ernst es ihnen ist. Es gibt hier einige sehr positive Beispiele.»

Der Frauenanteil in deutschen Unternehmen ist der Zeitung zufolge vor allem in den Chefetagen verschwindend gering. Derzeit gebe es 2,5 Prozent weibliche Vorstände und knapp 10 Prozent weibliche Aufsichtsräte, wovon der große Teil über die Gewerkschaften entsandt werde.

München/Hamburg (ddp)