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Schweinegrippe
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Arcandor - Karstadt wohin?
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- Karstadt-Beauftragte - Karstadt-Beauftragter im Insolvenzverfahren glaubt an Rettung
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Finanzkrise: Die Folgen
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Kreditkrise zieht Kreise
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- Pläne - Bundestag billigt Schaffung von «Bad Banks»
- Details) Bundestag billigt Schaffung von «Bad Banks» - Oppositionsfraktionen lehnen die Pläne geschlossen ab --Von Andreas Kißler und Ralf Beunink--
- Landesregierung - Spitzengespräch zur Lage der hessischen Wirtschaft
- Oppositionsfraktionen - Bundestag billigt Schaffung von «Bad Banks»
Kurzarbeit - Auf und Ab bei Heizölpreisen macht Branche
Händler müssen Kurzarbeit anmelden - Uneinigkeit über Preisentwicklung. ... mehrWürzburg (ddp-bay). Bei Temperaturen über 30 Grad im Schatten denkt beim besten Willen kein Vermieter oder Hausbesitzer an Heizöl. Das ist nicht ungewöhnlich, das Verhalten der Verbraucher bereitet aber den Händlern Kopfzerbrechen. «Früher haben die Leute im Herbst Heizöl geordert, jetzt tun sie es, wenn es günstig ist», beschreibt der Vorsitzende des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH) Rudolf Bellersheim die Probleme der Branche.
So hätten die Händler etwa bis Mitte Juni noch Bestellungen aus dem März abgearbeitet, die Folge des niedrigen Preises von unter 50 Cent für einen Liter Premium-Heizöl bei entsprechender Abnahmemenge waren, sagte am Rande der Jahrestagung dreier Branchenverbände am Freitag in Würzburg.
Nun wird bis Mitte Oktober eine Flaute befürchtet, da durchschnittlich 64 Prozent der Tanks in den Häusern gefüllt seien. «Der Verbraucher wird sich sehr zurückhalten, weil er so gut bevorratet ist», folgert Klaus Biermann, Vorsitzender des Gesamtverbandes des deutschen Brennstoff- und Mineralölhandels Region West (gdbm). Dies mache sich auch bei den mittelständischen Händlern bemerkbar, ergänzt sein Kollege Werner Böhnlein, Vorsitzender des bayerischen Brennstoff- und Mineralienhandels-Verbands (BBMV).
Einige Betriebe hätten bereits Antrag auf Kurzarbeit gestellt, einstweilen wolle man die Flaute aber mit dem Abbau von Überstunden und Urlaub überbrücken. «Das allerletzte was wir machen, ist entlassen», verspricht Biermann. Schließlich seien etwa Tankwagenfahrer sehr spezialisiert und nicht ohne weiteres zu finden.
Der momentane Preis von rund 55 Cent pro Liter Premium-Heizöl sei sehr attraktiv und stelle wieder ein «realistisches Preisniveau» dar. Dass dies auch anders war, führt Verbandsvertreter Biermann auf den schwunghaften Handel mit Optionen zurück: «Wir haben es den Spekulanten zu verdanken, dass es jetzt solche Preisausschläge gibt.» Unter dem Strich sei trotzdem Öl bezogen auf die letzten 20 Jahre der günstigste Energielieferant, wobei auch etwa im Gegensatz zum Gas eine dauerhafte Versorgung garantiert sei.
Die Branchenvertreter warben für moderne Brennwerttechnik, die gegenüber einer 20 Jahre alten Anlage bis zu 25 Prozent Kosten und damit auch CO2 einsparen könne. Bei Hybrid-Systemen, also einer Kombination aus Solaranlage, Kaminofen und klassischer Heizung könnte sogar die Hälfte Primärenergie eingespart werden. Solche Anlagen würden zudem noch vom Staat gefördert werden, so die Verbandsvertreter.
Einig waren sie sich in der Empfehlung, den jetzt noch niedrigen Preis - im Juli 2008 kostete der Liter Premium-Heizöl noch über einen Euro - zu nutzen. «Wer Platz im Tank hat, sollte vorausschauend handeln und die aktuellen Preise zumindest für eine Teilbevorratung nutzen», empfiehlt Bellersheim. Langfristig sei wieder mit steigenden Preisen zu rechnen.
Dem widerspricht Hanno Lang-Behrens, Energieberater der Verbraucherzentrale Bayern. «Das ist aus meiner Sicht unkalkulierbar», sagt er auf ddp-Anfrage. Zum einen seien momentan wieder die Spekulanten in das Ölgeschäft eingestiegen, zum anderen gebe es zahlreiche psychologische Einflüsse, die sich gar nicht vorher sehen lassen und mit der bloßen Verfügbarkeit des Rohstoffes gar nichts zu tun hätten. Als Beispiel nennt der Experte die Situation im Iran oder eventuelle Hurrikans im Herbst in den USA: «Dann können die Preise auch wieder steigen.»
Mit Blick auf die weltweite Wirtschaftsrezession und die dadurch sinkende Nachfrage nach Rohöl rechnet Lang-Behrens unter dem Strich aber eher mit rückläufigen Preisen. «Ich würde empfehlen, zu bestellen, wenn der Preis unter 50 Cent sinkt», sagt er. Einige Händler würden anbieten, sich zu melden, wenn das entsprechende Limit unterschritten ist, ähnlich wie beim Aktienhandel.
(ddp)
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